Donnerstag, 3. März 2016

Technik die Begeistert!

Wir Diabetiker haben es schon echt gut in der heutigen Zeit! Super tolle Technik die uns am Leben hält. Davon konnten die Dia´s in der damaligen Zeit nur träumen: Große Spritzen mit langen Nadeln, Urinteststreifen für den Blutzucker, eine Pumpe die man als Rucksack trug und die schriftliche Aufzeichnung der Blutzucker, Kohlenhydrate und Insulineinheiten...und heute? 

Heute brauche ich mir nicht mal mehr in den Finger piecksen, scanne ohne großen Zeitaufwand meinen Gewebezucker, drücke kurz ein paar Knöpfchen an meiner kleinen Pumpe um Insulin abzugeben, falls ich mit dem unauffälligen Pens spritze habe ich kleine 4 Millimeter Nadeln und Pumpe und Co lassen sich am PC auslesen und die Aufzeichnungen ausdrucken oder wie in meinem Fall als PDF per E-Mail an meine Dia-Ärztin schicken. Was für ein Luxus! Eigentlich ein Riesen Grund um froh über das zu sein, was man an Technik besitzt... und doch erwische ich mich ab und zu dabei wie ich meckere.... 

Der neuste Schnickschnack: FGM, Pens mit IE- & Stundenanzeige, Insulinpumpe etc...


Die Pumpe? Will ich nicht! Will ein anderes Modell! Das Messgerät? Super aber ich finde das Material ist nicht das Beste! Da hätte man hochwertigeres Material nehmen können! Software zum Auslesen der verschiedenen Geräte? Muss man alles erst runterladen! Was für´n Schied! 

...Mimimi....

Ich sollte mich glücklich schätzen das alles zu besitzen. Das ich eine der Dia´s sein darf, die vieles von der Krankenkasse bezahlt bekommt. Und stattdessen bin ich nur am meckern... Geht´s noch Annika?!

Weshalb dieser Beitrag nun zu diesem Thema? Das werden ja wohl eigentlich alle wissen, dass wir es gut in diesem Zeitalter haben?! 

Weil mir erst kürzlich wieder vor Augen geführt wurde, wie gut wir es doch wirklich haben und das eigentlich nur zum Ausdruck bringen wollte bzw. einfach Danke sagen wollte :) !

Ich wünsche jedem von ganzem Herzen, dass er das "Diabetes-Zubehör" bekommt, was ihm am besten gefällt und am meisten gut tut! 


Eure Annika


Kommentare:

  1. Liebe Annika,
    ich finde es gut wie Du die Situation beschreibst. Das klingt nach Selbstreflektion …

    Ich habe den Begleiter seit 1966 und feiere nun den 50sten Jahrestag. Als ich 6 Jahre alt war ging man 1 mal pro Monat ins Kinderkrankenhaus zum Blutzucker messen (heute misst der FSL alle 15 min Gewebezucker)… 1973 gab es dann den HbA Test (noch nicht HbA1c, der kam später) mit dem erhobenen Zeigefinger sagte man mir: „ da können wir 2 Monate überblicken“. Ein Vorbild mit 12 Jahren war für mich ein Mann, der seit 1935 Diabetiker war und von der Insulinversorgung während den Kriegswirren erzählte…

    Da haben wir es nun wirklich super – aber natürlich wird die Technologie auch weiter fortschreiten.

    Ich wünsche Dir alles Gute – meckern ist erlaubt …
    Viele Grüße Thomas

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Thomas!
    Einmal im Monat BZ messen.. Das können sich viele gar nicht mehr vorstellen. Eine Bekannte zeigte mir letztens Ihre alten Spritzen. Die mit den fiesen langen Nadeln zum auswaschen...

    Mein Blog ist für mich eine Art der Selbsttherapie, ich erzähle, reflektiere und gebe meinen Senf dazu ;)

    Vielen Dank für den Einblick in die damalige Zeit!
    Auch Dir wünsche ich alles Gute!

    Liebe Grüße Annika

    AntwortenLöschen